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ID 48543
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title alternative
Philantropie und utopische Welt in C. F. Weißes Kinderschauspiel
creator
subject
クリスチャン・フェーリクス・ヴァイセ
児童演劇
博愛精神
感動喜劇
啓蒙時代
Christian Felix Weiße
Kinderschauspiel
„Der Kinderfreund“
Aufklärung
abstract
Christian Felix Weiße verfasste in der späteren Aufklärungszeit das moralische Wochenblatt „Der Kinderfreund“ (1775-1782) und ist dadurch als Vater der deutschen Kinderliteratur bekannt geworden. Darin stellte er 24 Kinderschauspiele in kurzen Handlungen dar. Im Folgenden möchte ich auf seine Kinderschauspiele am Beispiel von fünf Schauspielen zwischen 1776 und 1779 eingehen, nämlich „Die Milchschwester“ (1776), „Die kleine Aehrenleserinn“ (1777), „Der ungezogene Knabe“ (1777), „Die Schlittenfarth“ (1778), sowie „Gute Kinder der Aeltern größter Reichtum“ (1779), um Merkmale in Weißes Darstellung der Kinderwelt herauszuarbeiten.
Die Spielorte sind meistens in den Adelshäusern, auf den Gütern der Landadligen oder in reichen Bürgerhäusern. Dorthin kommen auch die Kinder der niederen Sozialschichten zu Besuch. Hurrelmann weist darauf hin, dass Weiße in seiner Kinderwelt die Kinder aus unterschiedlichen Sozialklassen zusammen spielen lassen wollte. Die Reden in seiner Kinderwelt sind, im Vergleich zu den Kindern heutzutage, selbstbewusst wie von Erwachsenen dargestellt. Die Kinder, deren Familie in einer Notlage sind, verhalten sich besonders vernünftig und mutig („Die kleine Aehrenleserinn“ und „Gute Kinder der Aeltern größter Reichtum“).
Die Handlung entwickelt sich oft während der Abwesenheit von Vater oder Mutter. Die meisten Kinderschauspiele sind Einakter, aber wenn der Vater lange Zeit unterwegs ist, besteht die Handlung aus zwei Akten. Wenn die Kinder in einer Konfliktszene in eine Krise geraten, kommt der Vater zurück und rettet die Kinder („Die Schlittenfarth“). Die schwachen Seiten der Kinder werden im Spiegel der Musterkinder von der Mutter oder vom Vater getadelt und verbessert („Die Milchschwester“ und „Der ungezogene Knabe“). Pape ist der Meinung, dass die meisten von seinen Kinderspielen einaktige moralische Charakterdramen sind und die Tendenz rührender Familienstücke zeigen. Es ist bemerkenswert, dass Weiße die Kinder aus dem Adelstand manchmal als eitel, dagegen die armen Kinder als tapfer und edel darstellte.
Es ist zudem beachtenswert, dass die reichen Kinder den armen Kindern Taschengeld bieten, um deren Eltern zu helfen. Geld ist nicht nur für die Reichen, sondern wird für die Armen zur Wohltätigkeit gebraucht. Geld wird für die Gemeinschaft gebraucht. Die Philantropie lässt sich bei Weiße in rührenden Reden ablesen. Weiße wollte so eine utopische Kinderwelt in Harmonie darstellen, damit alle Kinder sich mit ihren Eltern erfreuen konnten.
journal title
The Hiroshima University studies, Graduate School of Letters
volume
Volume 79
start page
47
end page
62
date of issued
2019-12-25
publisher
広島大学大学院文学研究科
issn
1347-7013
ncid
language
jpn
nii type
Departmental Bulletin Paper
HU type
Departmental Bulletin Papers
DCMI type
text
format
application/pdf
text version
publisher
department
Graduate School of Letters
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