このエントリーをはてなブックマークに追加
ID 26032
file
title alternative
Fichte-Kritik und -Rezeption Hegels : Entwicklung der Philosophie Hegels in Jena
creator
NDC
Western philosophy
abstract
Die von Hegel selbst aufgestellte These, daß sich der deutsche Idealismus, ausgehend von Kants Philosophie, über Fichte und Schelling, end lich in seinem System selbst vollende, wurde später durch die Bewegung des Neuhegelianismus im zwanzigsten Jahrhundert verstärkt. Heute können wir aber vielfache Einwände gegen diese These anhand der Entwikklung des deutschen Idealismus feststellen. Von Hegels Verhältnis zu Fichte her gesehen, finden wir welche zuerst im Werk L. Sieps. Er hat erläutert, daß Hegels Kritik an Fichte in der „Differenzschrift" zwar auf die „Wissenschaftslehre" von 1794 zutreffe, aber nicht auf die „Wissenschaftslehre" von 1804. Dadurch hat er die Eigentümlichkeit der Spätphilosophie Fichtes entdeckt. Dann hat R. Lauth Schellings- und Hegels Philosophie als einen Rückgang zum Vorkritizismus kritisiert, weil ihm Fichtes Philosophie den Höhepunkt des deutschen Idealismus darstellt. Die Studien zur Entwicklung der Philosophie Hegels in Jena hat man in diesem geistigen Klima vollzogen. Jedoch klären diese Studien Fichtes Einfluß auf Hegels System noch nicht ganz auf. Darum versucht diese Abhandlung, die Entwicklung der Philosophie Hegels in Jena im Verhältnis zu Fichtes Philosophie zu diskutieren.

Dazu beginnen wir zuerst mit Fichtes Kritik an Schelling. Fichte bezeichnet darin das Absolute bei Schelling als 'Polyphem ohne Auge'. Dieses Wort bedeutet das sich seiner selbst nicht bewußte Absolute, bzw. Spinozas Substanz. Das Absolute als 'Polyphem ohne Auge' entbehrt des Selbstbewußtseins. Daher hat es nicht an sich selbst das Prinzip der Differenzierung. Dies ist Fichtes Kritik an Schelling. Wir können die Entwicklung der Philosophie Hegels in Jena als den Prozeß auffassen, in dem Hegel diese Kritik an Schelling in sein eigenes System einführt.

Aber in der „Differenzschrift" kritisiert Hegel streng das Fundament der Philosophie Fichtes. Dagegen halten wir, daß Hegels Kritik an drei Grundsätzen der „Wissenschaftslehre" von 1794 auf seinem Mißverständnis beruht. Hegel faßt den ersten und den zweiten Grundsatz als die entgegengesetzten Grundsätze auf. Aber in der „Wissenschaftslehre" von 1794 ist der erste Grundsatz tatsächlich der ursprünglichste Grundsatz, nnd andere Grundsätze stützen sich auf den ersten. Und zwar erhält der zweite Grundsatz seine Realität erst von dem dritten Grundsatz als dem Satz der Entgegensetzung und Synthese des teilbaren Ichs und Nicht-Ichs. Insofern erweist sich der dritte Grundsatz als die konkrete Phase des ersten Grundsatzes. Aber Hegel konnte dies im Jahre 1801 noch nicht genügend verstehen.

Daher liegt Hegels Auffassung von Fichtes 'Satz des Grundes' das oben erwähnte Mißverständnis zugrunde. Solange seine Deutung auf diesem Mißverständnis beruht, kann er den Satz des Grundes nur als 'Satz der Ausschließung eines Dritten' verstehen. Dies führt dazu, daß das Absolute für Hegel als 'Polyphem ohne Auge' gelte. Denn der Satz des Grundes bei Fichte umfaßt das genetische Prinzip der Erkenntnis, aber das können wir in Hegels Auffassung des Satzes des Grundes nicht erkennen. Im Jahre 1801 faßte Hegel den Satz des Grundes im Verhältnisses der Substanzialität auf.

Dagegen faßt er in der „Jenenser Logik • Metaphysik" (1804-05) das Absolute (Grund) als 'Erkennen' auf. Wir können bestätigen, daß er in diesem Punkt unter Fichtes Einfluß steht. Aber Fichte hat behauptet, daß der Satz des Grundes nur für einen Teil unserer Erkenntnis gelte. Daher hat er seine Gültigkeit eingeschränkt. Dagegen faßt Hegel die Bewegung des Erkennens (des Absoluten) als „die in sich selbst Reflexion des Erkennens" und „die Kreisbewegung des Rückgangs in sich selbst" auf. Von dieser Auffassung aus kann er folgendes sagen: „Der Unterschied wie der Grund gesetzt ist, ist, daß er für das Erkennen und im Erkennen ist, hiedurch ist nicht an ihm nur, sondern die Notwendigkeit ist gesetzt, daß er den Weg der Reflexion durchmache". (Hegel; Gesammelte Werke 7, S.137) Darum kommen Wir zu dem Schluß, daß Hegels Fichte-Rezeption zugleich auch die Überwindung der Philosophie Fichtes ist.
journal title
ヘーゲル學報 : 西洋近現代哲學研究
issue
Issue 4
start page
40
end page
84
date of issued
1999-09-20
publisher
京都ヘーゲル讀書會
ncid
language
jpn
nii type
Journal Article
HU type
Journal Articles
DCMI type
text
format
application/pdf
text version
publisher
department
Graduate School of Letters