Studies in European and American Cultures Issue 6
1999 発行

FOREIGNER TALK研究 : 今後の課題設定のために

Ergebnisse und Aufgaben der Foreigner Talk-Studien : Eine zusammenfassende Darstellung
Yajin, Motoko
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abstract
In der vorliegenden Arbeit wird versucht, aufgrund der zusammenfassenden Darstellung der bisherigen Forschungsergebnisse Aufgaben für die zukünftige Untersuchung von Foreigner Talk (FT) abzustecken. Nachdem die Eigenschaften von FT dargestellt werden (Abschnitt 1), wird zuerst die amerikanisch-europäische Forschungsgeschichte von FT im Umriß gegeben (Abschnitt 2) und danach geklärt, wovon die japanischen Forschungen hauptsächlich ausgehen sollten und welche Aufgaben noch erforderlich sind (Abschnitt 3). Zum Schluß (Abschnitt 4) wird auf die Notwendigkeit hingewiesen, den FT-Gebrauch unter soziologischem Gesichtspunkt zu untersuchen und zu analysieren. In dieser Arbeit wird darauf gezielt, die FT-Forschungen über verschiedene Sprachen umfassend zu überblicken und ihre Aufgaben herauszustellen.

Die amerikanisch-europäischen Forschungen von FT beschäftigen sich hauptsächlich mit drei Ebenen, nämlich mit der linguistischen, soziologischen und didaktischen Ebene. Auf der linguistischen Ebene werden die sprachlichen Eigenschaften von FT untersucht (Ferguson 1971, 1975, Stocker-Edel 1977, Long 1982, Roche 1989, Jakovidou 1993). Auf der soziologischen Ebene werden die Funktionen von FT analysiert, beispielsweise aufgrund der Untersuchung des "Gastarbeiterdeutschen" (Heidelberger Forschungsprojekt 1975, Meisel 1975). Außerdem behandelt Valdman (1981) FT in der Literatur und analysiert interkulturell zwischenmenschliche Funktionen. Im Bereich der Didaktik wird darüber nachgedacht, wie man FT für Fremdsprachenerwerb und -unterricht effektiv einsetzen kann. Dabei stützt man sich auf die Input-Hypothese von Krashen (1985) und ihre Modifizierung von Long (1987).

Die japanische FT-Forschung, die bis heute nur vom sprachdidaktischen Gesichtspunkt durchgeführt wird, zeigt viele Gemeinsamkeiten mit FTs der englischen und anderer europäischen Sprachen. Die weiteren Aufgaben bezüglich des japanischen FT liegen m.E. darin, aufgrund einer möglichst großen Datenbasis Spezifika der japanischen FT herauszuarbeiten. Darüberhinaus ist zu untersuchen, was für interaktionelle Eigenschaften FT im Japanischen besitzt. In bezug auf die Daten selbst sei bemerkt, daß man nicht nur Dialoge in gesteuerter Spracherwerbssituation, sondern auch Daten in ungesteuerter Situation heranziehen sollte.

Zum Schluß soll mit Nachdruck darauf hingewiesen werden, daß man FT-Forschung angesichts des Heraufkommens der multikulturellen Gesellschaft in naher Zukunft auch in Japan noch stärker intensiviert soziolinguistisch durchführen sollte.