Annual Review of Hiroshima Society for Science of Arts Issue 26
2013-07-12 発行

アルフレート・リヒトヴァークの思想と活動における「文化政策」の次元 <査読論文>

Zur kulturpolitischen Dimension im Denken und Wirken Alfred Lichtwarks <Article>
Kiyonaga, Nobumasa
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abstract
Alfred Lichtwark (1852-1914) war der erste Direktor der Hamburger Kunsthalle und engagiert im Bereich der Kunstpolitik sowie der Bildung im Deutschen Kaiserreich. Bekannt war er insbesondere als eine der führenden Persönlichkeiten der Kunsterziehungsbewegung in deren Frühphase, die in den 1890er Jahren deutlich zum Vorschein trat und deren Aktivitäten in drei Kunsterziehungstagen zwischen 1901 und 1905 kulminierten. Die vorliegende Arbeit betrachtet Lichtwarks facettenreichen Tätigkeiten im Zusammenhang mit dem Begriff “Kulturpolitik”, der damals noch durchaus ungewöhnlich gewesen zu sein schien. Diese Analyse ist nicht nur deswegen lohnenswert, weil er tatsächlich oft mit dem Etikett “Kulturpolitiker” bezeichnet wurde, sondern weil es den Anschein hat. als machte das ”Kulturpolitische” den Kern seines Wirkens aus, was ihn wiederum in seiner Zeit einzigartig erscheinen lässt. Hierfür werden seine Bestrebungen für die Kunsterziehungsbewegung sowie seine Mitwirkung an der Organisation der so genannten Jahrhundertausstellung eigens in Betracht gezogen. Darüber hinaus wird auch sein Verständnis des Begriffs ”Volk” analysiert, das sich, wenn auch an manechen Stellen stark zeitgebunden, nicht nur im damaligen Kontext doch als liberal und nicht selten als konstruktiv erweist, sondern zugleich mit seinen kulturpolitischen Gedanken eng verbunden war.
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