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ID 34330
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title alternative
Personifikation in den Fabeln der Aufklärung (2) : Eine vergleichende Betrachtung zwischen Lessing und Samuel Richardson
creator
subject
レッシング
サミュエル・リチャードソン
イソップ
動物寓話
啓蒙主義
NDC
Literature
abstract
Die Fabel ist eine der bevorzugten Gattungen der deutschen Aufklärung. Samuel Richardson veröffentlichte 1740 Aesops Fables, in denen es nach jeder kurzen Geschichte eine Lehre und eine längere Betrachtung gibt. Diese Publikation richtete sich an das englische Publikum in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Lessing beschäftigte sich mit der Übersetzung dieses Werkes, veröffentlichte es 1757 und schrieb 1759 seine eigenen 90 Fabeln in drei Bänden. Hier werden zuerst die charakteristischen Züge der Personifikation bei Richardson im Spiegel der Lessings Übersetzung betrachtet und dann mit denen bei Lessing verglichen. Dann möchte ich den Unterschied in Lehre und Weltanschauung zwischen den beiden Autoren betrachten.

In Richardsons Fabeln wird das Bürgertum in unterschiedlichen Berufen vorgestellt; dazwischen gibt es Fabeln von Tieren, der Natur im Allgemeinen und unbelebten Dingen. Die Fabeln selbst sind kurz und schließen sich kurze moralische Lehre und längere Betrachtungen an, in denen der Verfasser seine eigenen Lebensklugheit darstellt. Charakteristisch bei Richardson ist, dass die Tiere meist von Menschen beherrscht sind. Die Menschen sind den Tieren gegenüber manchmal auch feindlich gesinnt. Da aber seine Moral immer von der Weltanschauung begrenzt ist, konnte ihm wohl nicht der Beifall von Lesern aus allen sozialen Klassen zuteil werden.

Bei Lessing werden diese Betrachtungen abgekürzt. Seine Fabeln sind kurz und klar, Tiergeschichten und Belehrung verschmelzen. Insgesamt wird weniger über Menschen berichtet. Stattdessen treten Tiere und Pflanzen in der Idylle oder im Wald sowie die griechischen Götter auf. In Lessings Fabelwelt wird die Schlange z.B. von Menschen nicht schlecht behandelt. Wie bei Äsop streiten sich die Tiere um ihren Rang, aber sie bemerken schließlich, dass der Rangstreit völlig bedeutungslos ist. Die Tiere zeigen manchmal mit solchen vernünftigen Entscheidungen, dass sie von den Menschen unabhängig sind. Die Personifikation bei ihm stellt schließlich eine scharfe Kritik an den zeitgenössischen, hauptsächlich nachahmenden Dichtern dar. Es geht bei ihm um Kritik und die eigenständige schöpferische Literatur. Seine Stoffe und die Form sind dem Äsop näher und im Grundton stets durch Witze und scharfe Kritik gekennzeichnet.
journal title
The Hiroshima University studies, Graduate School of Letters
volume
Volume 72
start page
75
end page
88
date of issued
2012-12-25
publisher
広島大学大学院文学研究科
issn
1347-7013
ncid
SelfDOI
language
jpn
nii type
Departmental Bulletin Paper
HU type
Departmental Bulletin Papers
DCMI type
text
format
application/pdf
text version
publisher
department
Graduate School of Letters
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