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ID 43742
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Zur Syntax und Semantik des Demonstrativpronomens derjenige
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NDC
German
abstract
Dieser Aufsatz untersucht syntaktische und semantische Eigenschaften des deutschen Demonstrativums derjenige. Obwohl das Wort derjenige (dasjenige/diejenige(n)) als “etwas schwerfällig” charakterisiert wird (Duden 2009), kommt es sehr häufig vor, besonders in Zeitungen, Zeitschriften und Fachtexten, in denen definitorische Formulierungen mit Relativsatz verwendet werden (“Mit X sind diejenigen gemeint, die ...”). Trotzdem wird derjenige oft nur als schriftliche Variante des Demonstrativums der bezeichnet und hat daher in der Forschung keine besondere Aufmerksamkeit gefunden (wenige Ausnahmen: Gunkel 2007, Blümel 2011). In Wirklichkeit verhält sich derjenige jedoch anders als andere Demonstrativa wie z.B. der, jener oder dieser, die deiktisch auf ein Diskursobjekt referieren und anaphorisch auf ein Antezedens Bezug nehmen, während derjenige nur kataphorisch verwendbar ist und einen nachfolgenden Relativsatz (oder eine Genitiv-NP) verlangt. In diesem Aufsatz sollen zwei Fragen erörtert werden: (1) In welcher Weise lassen sich Syntax und Semantik des komplexen Wortes derjenige, das aus der und -jenige (<jen-+ -ig(e)) besteht, von seinen morphosyntaktischen Eigenschaften herleiten? (2) Wie lässt sich der Zusammenhang zwischen derjenige, dem Bezugsnomen und dem Relativsatz im Rahmen der Generativen Grammatik beschreiben? (cf. Chomsky 1977, Kayne 1994, Sternefeld 2006)
Derjenige gehört kategorial zu einem Determinator D, der sich aus dem Demonstrativum der (Merkmal: [+definite][+deictic]) und dem Adjektiv –jenig(e) ([-deictic], [+distal]) zusammensetzt, was dessen kataphorische Verwendung erklärt, denn das Merkmal [+distal] schließt eine vorangehende Anapher aus. Derjenige hat entweder eine NP mit CP (Relativsatz) oder nur eine CP als Komplement und projiziert eine DP (Determinatorphrase) wie “[DP[D’ dasjenige [NP Auto]][CP das einem am besten gefällt]]” oder “[DP diejenigen [D’ D[CP die das Gesetz gebrochen haben]]”. Dabei stehen die Denotate der NP, deren Menge durch einen restriktiven Relativsatz auf ein Objekt beschränkt wird, unter der Bedingung der Nicht-Einzigartigkeit (anti-uniqueness), so dass eine definite Referenz zustande kommt. Außerdem kann der Wortteil der als generischer Quantor wirken, so dass eine allgemeine Aussage mit variierender Referenz möglich wird (“Intelligent ist derjenige, der mit sich und der Umwelt in Harmonie lebt.”, Web).
journal title
Studies in European and American Cultures
issue
Issue 22
start page
79
end page
97
date of issued
2015-12-14
publisher
広島大学大学院総合科学研究科欧米文化研究会
ncid
language
jpn
nii type
Departmental Bulletin Paper
HU type
Departmental Bulletin Papers
DCMI type
text
format
application/pdf
text version
publisher
department
Graduate School of Integrated Arts and Sciences
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