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ID 35262
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Semantische und pragmatische Eigenschaften der Demonstrativpronomina der/das/die im Gegenwartsdeutsch
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German
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In vielen Sprachen sind deiktische Ausdrücke auf Grund der Ich-Jetzt-Hier-Origo, die in der Äußerungssituation vom Standpunkt des Sprechers aus den Nullpunkt des Bezugssystems bildet, motiviert und lexikalisiert worden (Bühler 1934) . So scheint es zuerst selbstverständlich zu sein, dass sich Demonstrativpronomina durch die Distanz-Merkmale „proximal vs. distal“ (englisch: this/that), ferner durch „weder proximal noch distal“ (japanisch: kore/are und sore) unterscheiden. Auf das Deutsche treffen diese Merkmale auch zu, allerdings auf etwas kompliziertere Weise. Das distale jener ist heutzutage veraltet und der Gegensatz zwischen proximal und distal (dieser/jener) ist schon verloren gegangen. Stattdessen sind die den bestimmten Artikeln ähnlichen Demonstrativpronomina der/das/die (d-Pronomina) ins Verweissystem eingedrungen, so dass sie im Gegenwartsdeutsch als übliche deiktische Ausdrücke vorkommen. Problematisch ist es jedoch, dass ihr Gebrauch noch nicht gründlich erforscht wird und sogar ab und zu verurteilt wird, so dass der Verweis auf eine Person mit der/die als negativ (‚pejorativ‘) wirkt (Weinrich 1993) . Des Weiteren lassen sich d-Pronomina neben Personalpronomina anaphorisch verwenden, so dass sie für die Deutschlernenden schwer zu verwenden sind. In diesem Aufsatz versuche ich zu klären, ob die in der Literatur genannten Eigenschaften der deiktischen d-Pronomina den Daten gerecht werden, insbesondere ob ihr negativer Effekt für den Personengebrauch oft auftritt, und welche anaphorische Rolle d-Pronomina im Text spielen.

Einige Recherchen in Web-Texten zeigen, dass d-Pronomina auch unbetont im Mittelfeld vorkommen, obwohl sie in vielen Fällen betont im Vorfeld auftreten, worauf die Literatur schon hinweist. Zweitens: der negative Effekt der d-Pronomina bei der Person-Deixis ist nicht sehr relevant, d.h. auch der positive Eindruck kann damit durchaus erfolgen. Drittens: D-Pronomina werden im Text häufig verwendet, um durch den Bezug auf den Rhemabereich des Vorgängersatzes den Themawechsel zu fördern („Peter wollte mit Paul Tennis spielen. Doch {er/der} war krank.“ Bosch & Umbach 2007), oder um einen thematischen Parallelismus herzustellen („Seinen Titel hat der Verlag ausgesucht, und den finde ich einfach nur toll.“), was im Deutschen zusammen mit Personalpronomina er/es/sie eine besonders starke Ausdruckskraft verleihen kann.
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Beiträge zur Deutschen Literatur, Sprache und Kultur
issue
Issue 46
start page
67
end page
81
date of issued
2013-10-21
publisher
日本独文学会 中国・四国支部
issn
0918-2810
ncid
language
ger
nii type
Journal Article
HU type
Journal Articles
DCMI type
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(c) 日本独文学会中国四国支部
department
Graduate School of Letters