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ID 34333
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Zur Extraktion aus Nominalphrasen
creator
subject
extraction
morphological marking
noun phrase
optional movement
word order
NDC
English
abstract
In der vorliegenden Arbeit wird die Extraktion aus Nominalphrasen im Japanischen behandelt. Als Ansatzpunkt soll zunächst die Extraposition im Englischen, ein typischer Fall von sog. „optionaler“ Bewegung, angeführt werden:
(1) John gave [a book t ] to Mary [that he wrote].
Fukuis (1993) parameter value preservation measure zufolge sollten die Bewegungsoperationen, die die kanonische Rektionsrichtung der Sprache bewahren, „kostenlos“, d.h. frei anwendbar sind bzw. nicht von Merkmalen getrieben werden. Beispiele hierfür sind die rechtsgerichtete Bewegung im Englischen (kopfinitial) sowie die linksgerichtete Bewegung im Japanischen (kopffinal):
(2) V (→) t YP XP (Engl.)
(3) XP YP t (←) V (Jp.)
Anders als die Extraposition im Englischen, einer optionalen Bewegung aus einer NP, ist die Fukui zufolge entsprechende Operation im Japanischen jedoch kaum zulässig:
(4) *?[zibun-ga kaita] Taroo-wa Hanko-ni [ t hon]-o ageta
[self-Nom wrote] Taro-Nom Hanako-Dat [ t book]-Acc gave (vgl. (1))
(5) *?[Taro-ga Hanako-o sukida to-iu] kurasumeito-wa min'na [NP t uwasa]-o hitei-sita
[Taro-Nom Hanako-Acc like Comp] classmate-Top all [NP t rumor]-Acc denied
‘All the classmates denied the rumor that Taro likes Hanako.'
Dies scheint zunächst unserer Erwartung zu widersprechen, da das Japanische sonst als eine Sprache mit einer relativ freien Wortstellung angesehen wird, die u.A. (langes) Scrambling sowie eine Extraktion aus einer komplexen NP im Prinzip zulässt. Außerdem können N-abhängige Elemente innerhalb der NP frei umgestellt werden, solange ein angemessener Marker (z.B. to-iu) vorhanden ist. Im Falle der Extraktion aus einer NP wird jedoch die Wohlgeformtheit der Repräsentation durch die Präsenz eines Subordinationsmarkierers dieser Art kaum verbessert (vgl. (5)). Somit stellt sich die Unzulässigkeit der Bewegung aus NPs in der japanischen Syntax als eine erklärungsbedürftige Beobachtung dar.

In dieser Arbeit wird darauf hingewiesen, dass die An- bzw. Abwesenheit von funktionalen Kategorien im Japanischen (vgl. Fukui 2006) für das vorliegende Problem eine Rolle spielen kann. Es wird dabei auch die Generalisierung aufgestellt, dass im Japanischen zwischen V-abhängigen und N-abhängigen Elementen ein entscheidender syntaktischer Unterschied besteht. Wie dies im betreffenden theoretischen Rahmen sowie sprachübergreidend begründet bzw. erklärt werden kann, stellt ein weiteres Forschungsdesiderat dar.
journal title
The Hiroshima University studies, Graduate School of Letters
volume
Volume 72
start page
117
end page
136
date of issued
2012-12-25
publisher
広島大学大学院文学研究科
issn
1347-7013
ncid
SelfDOI
language
eng
nii type
Departmental Bulletin Paper
HU type
Departmental Bulletin Papers
DCMI type
text
format
application/pdf
text version
publisher
department
Graduate School of Letters
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